Die Schweiz teilt sich in 26 Kantone auf, die sich in Fläche, Bevölkerung und Wirtschaftskraft teils drastisch unterscheiden. Wer einen Kanton nur nach seiner Grösse beurteilt, übersieht leicht, dass der flächenmässig grösste kaum mehr Einwohner zählt wie eine deutsche Kleinstadt – während ein winziger Stadtstaat das höchste Pro-Kopf-Einkommen verzeichnet. Dieser Vergleich zeigt, wo jeder Kanton im schweizerischen Massstab wirklich steht.

Größte Fläche: Graubünden: 7.105 km² · Meiste Einwohner: Kanton Zürich · Kleinste Fläche: Basel-Stadt · BIP-Führer: Zürich

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
  • Graubünden: 7.105 km² – flächengrösster Kanton (Grenzgaengerzentrum)
  • Zürich: 1.579.967 Einwohner (31.12.2024) (Statista)
  • Basel-Stadt: 37 km² – flächenkleinster Kanton (Statista)
2Was unklar ist
  • Aktuelle BIP-Zahlen nach 2022 in vielen Quellen lückenhaft
  • Einheitliche Datenstände variieren je nach Erhebungsjahr
  • Wenig verifizierte Daten zu kantonalen Wachstumsraten
3Zeitleisten-Signal
4Wie es weitergeht
  • Zürich dürfte bevölkerungsmässig weiter wachsen
  • BIP-Ranking könnte sich mit neuen Daten verschieben
  • Graubünden bleibt flächenmässig auf absehbare Zeit vorn

Fünf Kantone illustrieren die Extreme: Graubünden beherrscht die Fläche, Zürich die Köpfe, Basel-Stadt die Wirtschaftskraft.

Kanton Fläche (km²) Einwohner (2024) BIP pro Kopf (CHF, 2022)
Graubünden 7.105 206.138
Bern 5.959 1.047.947
Wallis 5.224
Zürich 1.729 1.579.967
Basel-Stadt 37 209.782

Welche sind die größten Kantone in der Schweiz?

Größte nach Fläche

Graubünden ist mit 7.105 km² der mit Abstand flächengrösste Kanton der Schweiz – mehr als doppelt so gross wie der Zweitplatzierte Bern mit 5.959 km² (Grenzgaengerzentrum). Auf Platz drei folgt Wallis (Valais) mit rund 5.224 km². Diese drei Kantone allein machen mehr als ein Drittel der gesamten Landesfläche aus. Die Flächenangaben stammen aus aktuellen Erhebungen und sind mehrfach bestätigt.

Graubünden als grösster Kanton

Graubünden verbindet drei Sprachregionen – Deutsch, Romanisch und Italienisch – und erstreckt sich über das gesamte-engadin bis in die Bündner Alpen. Mit nur etwa 206.000 Einwohnern auf dieser riesigen Fläche ergibt sich eine Bevölkerungsdichte von lediglich 28 Einwohnern pro km² (Statista). Zum Vergleich: Basel-Stadt bringt es auf 5.441 Einwohner pro km². Der Kontrast zwischen Graubündens Weite und seiner dünnen Besiedlung ist einer der markantesten im gesamtschweizerischen Vergleich.

Was das bedeutet

Graubünden hat die 192-fache Fläche von Basel-Stadt, zählt aber weniger Einwohner als dieser kleine Stadtstaat. Das Gewicht in der Fläche schlägt sich also keineswegs in Bevölkerungsmacht nieder.

Welcher Kanton hat die meisten Einwohner der Schweiz?

Zürich Bevölkerung

Zürich ist mit rund 1,58 Millionen Einwohnern (Ende 2024) der bevölkerungsreichste Kanton der Schweiz – das entspricht etwa 17,9 % der Gesamtbevölkerung (Statista). Neuere Daten von Wikipedia zeigen per 30. September 2025 bereits 1.620.020 Einwohner (Wikipedia). Damit wächst Zürich dynamisch weiter.

Vergleich mit Graubünden

Während Zürich auf jedem Quadratkilometer durchschnittlich 909 Einwohner zählt, leben in Graubünden durchschnittlich nur 28 Menschen auf gleicher Fläche. Zürichs Bevölkerung ist damit etwa 7,7-mal so gross wie diejenige Graubündens – obwohl Zürich nur ein Viertel der Fläche hat. Bern folgt mit etwa 1,05 Millionen Einwohnern als zweitgrösster Kanton (Grenzgaengerzentrum). Appenzell Innerrhoden hat mit rund 16.700 Einwohnern die geringste Bevölkerungszahl aller Kantone.

Fazit: Zürich dominiert die Schweiz in der Einwohnerzahl klar. Mehr als jeder sechste Schweizer lebt hier – ein Gewicht, das sich auch politisch und wirtschaftlich deutlich niederschlägt.

Was ist der reichste Kanton in der Schweiz?

BIP nach Kantonen

Die Antwort hängt davon ab, ob man das absolute oder das Pro-Kopf-BIP betrachtet. Beim absoluten BIP führt Zürich mit 164,5 Milliarden Franken (2022) klar vor Bern mit 89,4 Milliarden Franken (Grenzgaengerzentrum). Das Pro-Kopf-BIP zeigt jedoch ein anderes Bild: Basel-Stadt verzeichnet 209.782 CHF pro Einwohner, Zug folgt mit 192.958 CHF auf Rang zwei (Statista). Genf liegt mit 119.644 CHF pro Kopf auf Rang drei.

Zürich Wirtschaft

Zürich ist nicht nur bevölkerungsreichster, sondern auch wirtschaftsstärkster Kanton im absoluten Sinne. Die Finanzbranche, der Tech-Sektor und internationale Konzerne konzentrieren sich hier. Die offiziellen BIP-Zahlen stammen aus der Veröffentlichung des Bundesamts für Statistik (BFS) vom Oktober 2024 (Bundesamt für Statistik). Dabei ist zu beachten, dass Zürichs Wirtschaftskraft vor allem auf seiner hohen Bevölkerungsdichte basiert, während Basel-Stadt und Zug trotz kleiner Fläche extrem produktiv pro Kopf sind.

Warum das relevant ist

Ein hoher Reichtum pro Kopf bedeutet nicht automatisch höhere Löhne oder tiefere Lebenshaltungskosten – Basel-Stadt und Genf gehören auch zu den teuersten Kantonen der Schweiz.

Wer ist der kleinste Kanton der Schweiz?

Kleinste Fläche

Basel-Stadt ist mit nur 37 km² der mit Abstand kleinste Kanton der Schweiz – kleiner als viele deutsche Gemeinden (Statista). Trotz seiner Winzigkeit ist dieser Stadtstaat ein wirtschaftliches Schwergewicht: Mit 5.441 Einwohnern pro km² hat Basel-Stadt die höchste Bevölkerungsdichte aller Kantone. Zum Vergleich: Der Durchschnitt in Zürich liegt bei etwa 909 Einwohnern pro km².

Basel-Stadt Einwohner

Rund 195.000 Menschen leben auf dem Gebiet von Basel-Stadt, das praktisch nur aus der Stadt Basel und zwei kleinen Gemeinden besteht. Trotzdem beherbergt der Kanton den zweitwichtigsten Finanzplatz der Schweiz und einen bedeutenden Pharma- und Chemiestandort. Das höchste Pro-Kopf-BIP (209.782 CHF) unterstreicht die wirtschaftliche Bedeutung dieses Kleinods.

Der Widerspruch

Basel-Stadt zeigt paradigmatisch, dass Grösse nichts über wirtschaftliche Bedeutung aussagt. Der kleinste Kanton gehört zu den reichsten – ein Muster, das in Europa seinesgleichen sucht.

Was ist der ärmste Kanton in der Schweiz?

Ärmste nach BIP

Die Rangliste der Kantone nach BIP pro Kopf wird von Basel-Stadt, Zug und Genf angeführt. Am unteren Ende finden sich die kleineren Bergkantone wie Appenzell Innerrhoden, Glarus oder Uri. Konkrete Vergleichsdaten variieren je nach Erhebungsjahr, da aktuelle BIP-Zahlen nach 2022 nicht für alle Kantone öffentlich verfügbar sind. Die offizielle Veröffentlichung des BFS (Bundesamt für Statistik) bietet jedoch eine fundierte Datenbasis.

Wirtschaftsvergleich

Esoterische Faktoren wie Tourismusintensität (Graubünden), Agrarwirtschaft (einige Innenschweizer Kantone) oder Finanzdienstleistungen (Zürich, Genf) erklären die Disparitäten. Graubünden mit seiner niedrigen Bevölkerungsdichte von 28 Einwohnern pro km² kann trotz geringer wirtschaftlicher Pro-Kopf-Leistung punkto Lebensqualität in manchen Rankings weit vorne liegen.

Fazit: Wer nach dem ärmsten Kanton sucht, sollte das Pro-Kopf-Einkommen als Massstab nehmen – die absoluten Zahlen verzerren wegen der unterschiedlichen Bevölkerungsgrösse. Kleine Bergkantone schneiden hier regelmässig schwächer ab als die urbanen Zentren.

Vergleich der Kantone nach Fläche, Einwohnern und BIP

Sechs Kantone, drei Dimensionen: Ein Vergleich zeigt, wie unterschiedlich die 26 Kantone aufgestellt sind.

Kanton Fläche (km²) Einwohner (2024) BIP pro Kopf (CHF, 2022) Dichte (Ew./km²)
Graubünden 7.105 206.138 28
Bern 5.959 1.047.947
Wallis 5.224
Zürich 1.729 1.579.967 909
Basel-Stadt 37 209.782 5.441
Zug 192.958

Die Tabelle verdeutlicht: Weder Fläche noch Bevölkerung allein sagen etwas über die Wirtschaftskraft eines Kantons aus.

Flächenriese: Graubünden (7.105 km²). Grösste Bevölkerung: Zürich mit 1,6 Mio. (Stand 31.12.2024).

— Grenzgaengerzentrum (Ratgeberportal)

Der flächengrösste Kanton ist Graubünden. Der grösste Kanton (Graubünden) hat die 192-fache Fläche des kleinsten Kantons (Basel-Stadt), aber dennoch weniger Einwohner als dieser.

Taschenhirn (Bildungsportal)

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Häufig gestellte Fragen

Wie viele Einwohner hat Basel-Stadt als kleinster Kanton?

Basel-Stadt hat als flächenkleinster Kanton (37 km²) etwa 195.000 Einwohner, was einer Dichte von 5.441 Einwohnern pro km² entspricht.

Gibt es Unterschiede in der Wirtschaftskraft der Kantone?

Ja, erhebliche. Zürich dominiert beim absoluten BIP (164,5 Mrd. CHF), während Basel-Stadt und Zug beim Pro-Kopf-BIP vorn liegen.

Welche Traditionen prägen die grössten Kantone?

Graubünden verbindet drei Sprachregionen und ist geprägt von alpinem Tourismus. Bern ist traditionell politisches Zentrum. Zürich gilt als Wirtschaftsmetropole.

Alphabetische Liste der Kantone?

Die 26 Kantone von A bis Z: Aargau, Appenzell A.Rh., Appenzell I.Rh., Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Bern, Freiburg, Genf, Glarus, Graubünden, Jura, Luzern, Neuenburg, Nidwalden, Obwalden, Schaffhausen, Schwyz, Solothurn, St. Gallen, Thurgau, Tessin, Uri, Waadt, Wallis, Zug, Zürich.

Welcher Kanton hat die wenigsten Einwohner?

Appenzell Innerrhoden hat mit etwa 16.700 Einwohnern die geringste Bevölkerungszahl aller 26 Kantone.

Für alle, die einen Kanton in Betracht ziehen – sei es für einen Umzug, eine Investition oder einfach aus Interesse –, ist klar: Die Schweiz ist kein homogener Markt. Zürich und Graubünden etwa trennen Welten, nicht nur geographisch, sondern auch wirtschaftlich und demographisch. Der richtige Massstab hängt davon ab, was man vergleichen will: Fläche, Köpfe oder Kapazität.